Am Freitag, den 30.11.2018 kamen wir, die Interessengemeinschaft Edlinger Wasser e.V. wieder mit der Firma Meggle AG zusammen. Hier saßen uns dieses Mal Herr Dr. Schmale (Finanzvorstand), Herr Dr. Mehrens und Herr Kühner gegenüber. Wie uns Herr Dr. Schmale wissen ließ, beschäftigte er sich schon vor seinem Eintritt in den Vorstand der Firma Meggle AG mit dem Thema Wasser. Somit ist diese Thematik nichts Neues für ihn und er hat nun ein Experten-team gebildet, das derzeit alle Produktionsprozesse noch genauer auf den Wasserverbrauch hin analysiert. In diesem Zuge wird auch die Firma Veolia, einer der größten Wasser-spezialisten weltweit, beauftragt, die Wasserflüsse im Unternehmen insgesamt zu untersuchen und Vorschläge für Optimierungen zu machen. Selbst für Veolia ist das ein Projekt in bislang nie gekannter Dimension. Deshalb hat sich Meggle zusätzlich die Unterstützung eines im Bereich Wasser sehr erfahrenen Lehrstuhlinhabers der TU-Darmstadt gesichert.

Für die Analyse plant Meggle mit einem Zeitrahmen von ca. 10 bis 12 Wochen, beginnend Anfang 2019. Anschließend sollen hieraus konkrete Maßnahmen abgeleitet werden, die dann in den nächsten Jahren umgesetzt werden.

Erklärtes Ziel ist es, den Trinkwasserverbrauch der Firma Meggle langfristig von derzeit jährlich ca. 1,7 Mio. m³ auf ca. 1,0 Mio. m³ zu senken. Gleichzeitig soll versucht werden, durch z.B. Wiederaufbereitung auch den Bedarf an Brauchwasser zu senken.

Die Firma Meggle steht zudem mit den Stadtwerken Wasserburg in konstruktiven Gesprä-chen, in wie weit auch die Stadt Wasserburg die Molkerei mit Trinkwasser versorgen kann. Hier sind, neben der Mengenfrage, insbesondere noch die Themen Wasserqualität und Leitungsnetz zu klären.

Ein erneutes Gespräch mit der Firma Meggle AG ist für April 2019 geplant.

 

Wie wichtig es allerdings geworden ist, dass wir alle sorgsam mit der Ressource Wasser umgehen, zeigen auch die Pegelstände des Edlinger Brunnens. Dieser ist um 1,60 30Meter im Vergleich zum Vorjahr gefallen.

Derzeit sind bereits 5 Geothermen innerhalb der Gemeinde Edling nicht mehr funktionsfähig und die Eigentümer müssen „nachbohren“, damit sie wieder warmes Wasser haben und ihre Heizung funktioniert. Die Verknappung des Grundwassers ist also keine Fiktion der Zukunft, sondern in Edling bereits ganz real.

Auch der Brandmeier Weiher ist kurz vor dem Austrocken und das obwohl von der Edlinger Feuerwehr 80.000 Liter Wasser von der Ebrach in den Weiher gepumpt wurde und die Wasserversorgung nach Gabersee bereits Mitte Oktober eingestellt worden war.

 
 

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